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Krafttraining und Körpertherapie: Warum beides zusammengehört

Ich sage meinen Klienten manchmal etwas, das sie nicht erwarten: Bewegen Sie sich mehr. Nicht weil Körpertherapie nicht wirkt, sondern weil beides zusammen mehr bewirkt als jedes für sich allein.

Was die Forschung über Bewegung sagt

Die Evidenz ist so stark, dass Bewegung manchmal als „Medizin” bezeichnet wird. Krafttraining stärkt Muskeln, Knochen und Gelenke. Ausdauertraining verbessert die Herzgesundheit. Bewegung allgemein reduziert Stress, verbessert den Schlaf, hebt die Stimmung und schützt vor einer Vielzahl chronischer Erkrankungen. Besonders Krafttraining hat in den letzten Jahren an Anerkennung gewonnen: Es schützt vor Muskelverlust im Alter, verbessert den Stoffwechsel und hat positive Effekte auf Angst und depressive Verstimmungen.

Trotzdem reicht Bewegung manchmal nicht

Es gibt Menschen, die trainieren regelmässig und trotzdem bleiben die Verspannungen. Der Schlaf wird nicht besser. Die innere Unruhe geht nicht weg. Oder jemand möchte mit Training anfangen, aber der Körper fühlt sich so blockiert an, dass jede Bewegung anstrengend ist.

Der Grund liegt oft tiefer. Chronischer Stress versetzt das Nervensystem in einen Dauerzustand der Anspannung. In diesem Modus ist der Körper auf Leistung programmiert, nicht auf Erholung und Aufbau. Training unter Dauerstress kann sogar kontraproduktiv sein: Der Körper erholt sich schlechter, die positiven Trainingseffekte bleiben teilweise aus.

Was Körpertherapie dazu beitragen kann

Hier setze ich an. Die craniosacrale Arbeit und die manuellen Techniken sprechen gezielt den Parasympathikus an, also den Teil des Nervensystems, der für Erholung und Regeneration zuständig ist. Das kann die Voraussetzung schaffen, damit Training überhaupt richtig wirkt: Wenn das Nervensystem in einem ausgeglichenen Zustand ist, reagiert der Körper besser auf Trainingsreize, erholt sich schneller und baut nachhaltiger auf.

Kein Rezept, sondern ein Gespräch

Ich gebe keine pauschalen Trainingsempfehlungen. Das wäre nicht ehrlich, denn jeder Mensch ist anders. Manche lieben das Fitnessstudio, andere hassen es. Manche laufen gern, andere schwimmen, wieder andere brauchen einfach den täglichen Spaziergang im Wald. Was zählt: Dass Sie etwas finden, das Sie gerne und regelmässig tun.

Mein Vorschlag ist einfach: Finden Sie Ihre Bewegung. Und geben Sie Ihrem Körper gelegentlich auch die Stille, die er braucht, um das Beste daraus zu machen.

Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine ärztliche oder sportwissenschaftliche Beratung.

Mehr über meinen Ansatz bei Stress und Erschöpfung erfahren Sie auf der entsprechenden Seite.

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